Steinort, 25. August 1742

Titulus Regis

Ew. Königl. Majestät unterm 1. Aug. an das Hauptamt Angerburg ergangenen allergnädigsten  Liegt der Akte bei.
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Reskriptum
, vermöge welchem die bisherige Detention des in Labab gewesenen Arrendatoris Knetschen in Steinort gehoben und dessen Gegenforderung durch ein  delegiertes Gericht
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judicum delegatum
untersucht worden ist, ist in Steinort gemäß Beil. A debite bekannt gemacht worden.

Wenn ich nun aber in Abwesenheit der Gräfin von Lehndorff  in Spezialfällen
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ad casus speciales
nicht bevollmächtigt, mithin nicht vermögend bin, weder den Arrendatorem los, noch ein  Gericht
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judicum
delegieren zu lassen, als trete S. K. M. in der alleruntertänigsten Demut an und bitte allerdemütigst, weil kein  Gefahr in Verzug
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periculum in mora
ist, allerhöchst dieselben geruhen allergädigst, dem Hauptamt Angerburg  durch
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mediante
Rescripte aufzugeben, dass diese Sache in  so wie sie ist
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statu quo
bleibe, nur bis zur Widerkunft der Gräfin von Lehndorff nach Königsberg, als welche ehestens erfolgen wird, weil ich nicht zweifle, dass dieselbe aldsann dem allergnädigsten Königl. Befehl die gehorsamste Folge leisten wird.

Ich getröste mich allergnädister Erhörung und ersterbe in dero alleruntertänigster Devotion

E. Königl. Majestät

Zitierhinweis

Stud. jur. Johann Christoph Nagel bittet um Aufschub in einer Petionsangelegenheit. Steinort, 25. August 1742In: Die Spiegelung neuzeitlich-bäuerlicher Lebenswelten in den Akten ostpreußischer Gutsarchive. Bearbeitet von Gaby Huch. Herausgegeben an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Berlin 2021-2023. URL: https://lebenswelten-digital.bbaw.de/dokumente/detail.xql?id=lehndorff_u2d_htv_wpb