Regest:

Es sei die Verordnung bekannt gemacht worden, dass die Tabakpflanzer 3, wenigsten aber 2 Scheffel Samen auszusäen haben. Viele hätten dieses „nutzbare Unternehmen“ bereits aufgeben müssen, auch der Arrendator Martin Porschke befinde sich in der Situation, dass er nicht imstande ist, „soviel auszusäen, teils weilen er nicht Land dazu hat und teils weilen es ihm an Gebäuden fehlt, alwo er hernachmals bei Gewinnung des Tobacks die Blätter gehörig trocknen soll“. Mehr als 1 1/2 Scheffel könne er nicht aussähen. Auch in den Königlichen Domänen-Ämtern sei vielfach der Konsens zu einer Reduzierung der Vorgabe gegeben worden. Lehndorff möge sich dafür einsetzen.

Zitierhinweis

N. N. an Ernst Ahasverus Heinrich Graf von Lehndorff. Ende 1763/Anfang 1764. In: Lebenswelten, Erfahrungsräume und politische Horizonte der ostpreußischen Adelsfamilie Lehndorff vom 18. bis in das 20. Jahrhundert. Bearbeitet von Gaby Huch. Herausgegeben an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Berlin 2019. URL: https://lebenswelten-digital.bbaw.de/dokumente/detail.xql?id=lehndorff_ypb_2xf_4bb