Promemoria zu dem Neubau in Taberlack

Der Plan Bl. 33v
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No. 1
bezeichnet die gegenwärtigen Vorwerksgebäude in Taberlack, der  Bl. 5-5v.
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No. 2
diejenigen, welche sie künftig haben sollen, sowie der auf diesem letzten Plan mit Bleistift gefertigte   Unleserliche Stelle [...] die Einteilung des neuen projektierten Schuppens, und dient Folgendes zur Erläuterung.

Der neue Schuppen muss auf seiner Giebelfront so weit vorgezogen werden, dass er in egaler Richtung, jedoch in etwas abgestumpftem Winkel, mit dem schon fertigen Schuppen für die Pferde kommt. Die Punkte dieser Giebelfront habe ich dem pp Steiner bezeichnet.

Die Giebelfront dieses Schuppens nach der Scheune muss unmaßgeblich so nach hinten rausgerückt werden, wie es die Zeichnung auf Plan 2 bezeichnet, und wenn es nötig ist, noch etwas mehr.

Die Richtung der neuen   Unleserliche Stelle [...] Scheune muss so sein, dass, wenn einst die Scheune von 3 Tennen fortgesetzt wird, sie so zu stehen kommt, dass eine möglichst regulierte Figur des Vorwerks daraus entstehe und die Distanz von der Ecke zur Scheune ungefär ebenso sei, wie die des neu zu erbauenden Schuppens zu der künftigen anderen Ecke der einstigen neuen Scheune.

Es ist bei dem Erbau dieses neuen Gebäudes nicht absolut notwendig, dass ihre Fundamente in völlig horizontaler Richtung mit dem Fundament des Pferde-Schuppens gelegt werden, wenn dadurch zu hohes Fundament entstehen sollte.

Sie können (und besonders das des neuen Schuppens) teils 1 1/2 Fuß niedriger kommen, als das Fundament des Pferde-Schuppens, und wird es mir selbst lieb sein, wenn an dem neuen Schuppen ein kleiner Abzug entsteht und befördert wird.

Ich habe die neuen Schuppen nur mit 36 Fuß Breite bezeichnet in der Besorgnis, dass die Festigkeit der Gebäude bei mehrerer Breite leiden könnte. Wenn der Zimmermann aber glaubt, dass dieses nicht der Fall sein dürfte, so wird es mir recht angenehm, wenn auch dieser Schuppen gleich dem schon stehenden auf 38 oder 40 Fuß Tiefe gebracht würde, dann muss er eben auch um so viel länger werden, damit jede Abteilung ein Quadrat bilde.

Die Scheune muss 38-40 Fuß breite haben und 12 Fuß geständert sein.

Lehndorff

Es folgt ein PS. Lehndorff wünscht, dass die Fächer der Scheune so groß wie möglich werden. Auch ist zu beachten, dass die mittlere Tür nicht gerade auf die mittlere Tür des Schuppens treffe. Um das Vorwerk nicht zu sehr zu belasten, soll im Winter für die Dächer Stroh angekauft werden.

Zitierhinweis

Promemoria des Grafen von Lehndorff zum Neubau in Taberlack. 1822In: Die Spiegelung neuzeitlich-bäuerlicher Lebenswelten in den Akten ostpreußischer Gutsarchive. Bearbeitet von Gaby Huch. Herausgegeben an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Berlin 2021-2023. URL: https://lebenswelten-digital.bbaw.de/dokumente/detail_doc.xql?id=lehndorff_ncb_fsn_3qb