Actum im Hochgräflichen Hofe Steinort, den 22. Mai 1737

Bei der Berechnung über die Pension von dem Gute Surwillen mit dem Pächter Albrecht Wilewski vor die Jahre von Trinitatis 1735 bis 1737 will derselbe ein Viehsterben vom ersten Jahre angeben und wegen desselben die Vergütung praetendiren. Demselben wird opponirt, dass er solches nicht zeitig angegeben und bei Verlauf desselben Jahres nicht die Untersuchung urgiret, man hätte dagegen viel erhebliches einzuwenden und wäre zu untersuchen gewesen, was von herrschaftl. Vieh abgegangen, woher das Sterben entstanden, ob Pächter alle dienliche Mittel zeitig dagegen vorgekehret, wie das Vieh gefuttert und was sonst Umstände mehr vor die Herrschaft wären. Um aber darunter keine Weitläufigkeit zu machen, wollen der Frau Reichsgräfin von Lehndorff Hochgeboren dem Pächter diejenige Remission, die bei der Kontribution deshalb gegeben wird, ihm, Pächter allein zustatten kommen lassen, womit Pächter sich begnügt. Ratione futuri soll auch zu Vermeidung aller Weitläufigkeien bei dergleichen Fällen, welche Gott abwenden wolle allezeit dergestalt gehalten werden.

Zitierhinweis

Dem Pächter Wilewski wird der Schaden aus verstorbenem Vieh ersetzt. Steinort, 22. Mai 1737In: Die Spiegelung neuzeitlich-bäuerlicher Lebenswelten in den Akten ostpreußischer Gutsarchive. Bearbeitet von Gaby Huch. Herausgegeben an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Berlin 2021-2023. URL: https://lebenswelten-digital.bbaw.de/dokumente/detail_doc.xql?id=lehndorff_shn_3pq_wsb